Heidelberg Patiententag Multiples Myelom 2026

Der Heidelberger Patiententag Multiples Myelom (MM) 2026 erfolgte nach der Jubiläumsveranstaltung 35 Jahre Myelom in Heidelberg und 30 Jahre German-Speaking Myeloma Multicenter Group (GMMG).

Nach Heidelberg kamen wieder fast 200 Patienten und Angehörige aus der ganzen Republik. Aufgrund der begrenzten Hörsaalkapazität wurde die Veranstaltung aufgezeichnet und kann ab Oktober on demand abgerufen werden.

Alle wollten sich wieder informieren: Was gibt es Neues? Sicherlich ist die Frage: “Ist eine Heilung möglich“ besonders brisant? Durch neue Therapien ist es möglich die Krankheitsaktivität des MM maximal zurückzudrängen. Mit modernen, sehr sensitiven Methoden zur Bestimmung von Myelomzellen im Knochenmark kann die Remission bestimmt werden. Es geling die Myelomzellen, bei einer Sensitivität von unter 1 Myelom-Zelle in einer Million kernhaltigen gesunden Zellen zurückzudrängen. Zusätzlich werden Bildgebungsmetoden (Kernspintomographie und Positionstomographie in Kombination mit der Computertomographie) angewendet, um Myelomherde zu analysieren. Sid über fünf Jahre keine Myelomzellen mehr nachweisbar und die Bildgebung ist negativ, dann besteht eine größere Hoffnung, dass diese Patienten ohne Krankheitsaktivität geheilt sind. Weiter Verlaufsuntersuchungen sind angezeigt.

In Vorträgen wurden Vorformen des MM vorgestellt, moderne Methoden der Bildgebung dargestellt, die Infektionsprophylaxe erklärt und moderne Therapien diskutiert. Besonders wichtig für die Myelom-Patienten waren die Patientenforen zu Untersuchungsergebnissen im Labor, Immuntherapien, sportliche Betätigung und Ernährung sowie ein Gesprächsforum für Angehörige. Die Diskussionen waren sehr lebendig und viele Patienten haben neue Erkenntnisse mitgenommen.

Dem Team um Professor Raab gilt ein großes Danke für den gelungen Patiententag 2026.

Frühjahrsgruß 2026


Liebe Spenderinnen und Spender, liebe Vereinsmitglieder und Freunde,


wir hoffen, es geht Ihnen gut und freuen sich mit uns auf den Frühling.

Ganz herzlich möchten wir noch einmal für Ihre Spenden an unseren Verein bedanken. Sie helfen uns damit, die Forschung zu unterstützen und die Lebenssituation für die Myelom Patienten zu verbessern. Auch jetzt stehen wir vor großen Aufgaben. Wir wollen unser Sportprogramm weiter intensivieren und Möglichkeiten schaffen, dass die Patienten in ihrer Heimatstadt genau so weiter trainieren können wie bei uns in Heidelberg. Dazu gehört, dass die dortigen Physiotherapeuten genau informiert werden, was die Patienten sportlich dürfen, und was hilft. Eine neue, erweiterte Patientenbroschüre ist in der Fertigstellung, weit fortgeschritten. Erfreulicherweise werden in diesem Jahr ein weiteres „Myelom-Promotionsstipendium“ zusammen mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie ausschreiben.

Wir informieren regelmäßig über Fortschritte bei der Diagnostik und Therapie des Multiplen Myeloms. Bitte nutzen Sie unsere Homepage, um Informationen zu erhalten und zu den Videos (Myelom-heilen e.V. - YouTube) zu gelangen.

Auch 2026:

Das Myelom Heilen-DGHO-Promotions-stipendium

Wir von Myelom-Heilen e.V. freuen uns, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) ein Promotionsstipendium für Forschungsprojekte zum Multiplen Myelom anzubieten.

Das Stipendium richtet sich an Studierende der Humanmedizin oder verwandter Fächer an deutschen Fakultäten und ermöglicht eine einjährige Vollzeitarbeit am Forschungsprojekt – auch im Ausland. Pro Jahr wird eine Doktorandin/ein Doktorand mit monatlich 1.000 Euro über zwölf Monate gefördert.

Die ausgewählten Promotionsvorhaben werden im Rahmen der Jahrestagung der Deutschen, Österreichischen und Schweizerischen Gesellschaften für Hämatologie und Medizinische Onkologie präsentiert.

Als Myelom-Heilen e.V. sind wir stolz darauf, mit diesem Stipendium einen wichtigen Beitrag zur Förderung junger Wissenschaftler und zur Weiterentwicklung der Myelom-Forschung leisten zu können.Wir von Myelom-Heilen e.V. freuen uns, gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Medizinische Onkologie e.V. (DGHO) ein Promotionsstipendium für Forschungsprojekte zum Multiplen Myelom anzubieten.

Weihnachtsgruß des Myelom-Heilen e.V.

Liebe Patientinnen und Patienten, liebe Angehörige,

das Jahr neigt sich dem Ende zu, und mit den Feiertagen kehrt eine Zeit der Besinnung ein. Wir wissen, dass dieses Jahr für viele von Ihnen mit besonderen Herausforderungen verbunden war – mit Sorgen, mit Hoffnung, mit Momenten der Erschöpfung, aber auch mit kleinen und großen Lichtblicken.

Gerade in schweren Zeiten zeigt sich, wie wertvoll Gemeinschaft ist. Der Zusammenhalt unter Betroffenen, die Unterstützung durch Familien und Freunde, das Engagement von Ärztinnen und Ärzten, Pflegekräften und allen, die Sie begleiten – all das trägt durch die dunklen Tage.

Wir möchten Ihnen von Herzen danken: für Ihr Vertrauen, für Ihren Mut und für die Kraft, mit der Sie jeden Tag aufs Neue begegnen. Sie sind nicht allein auf diesem Weg.

Mögen die Feiertage Ihnen Momente der Ruhe schenken, Zeit mit Menschen, die Ihnen nahestehen, und vor allem: Zuversicht für das kommende Jahr.

Frohe Weihnachten und ein hoffnungsvolles neues Jahr wünscht Ihnen

Myelom-heilen e.V.

Elisa Schulze mit dem Myelom Heilen DGHO-Promotions-stipendium ausgezeichnet

Elisa Schulze wurde für die Arbeit mit dem Thema "Immunglobolin supplementation in patients with multiple myeloma receiving standart therapy, stem cell transplant, CAR-T cells and bispecific antibodies" ausgezeichnet.


Diese Studie zielt darauf ab, praxisnahe Evidenz zur Wirksamkeit und Sicherheit der Immunglobulin-Ersatztherapie bei Patienten mit sekundärer Immundefizienz infolge des Multiplen Myeloms zu liefern. Durch den Einsatz von IgRT ist nicht nur die Prognose bei vielen hämatologischen Neoplasien insgesamt verbessert, sondern auch die Inzidenz von SID. Die Rolle, welche die Hypogammaglobulinămie und igRT im Kontext neuartiger Therapie spielt, ist noch nicht ausreichend untersucht.

Die Heidelberger Myelomtage 2025 waren ein voller Erfolg


Der Heidelberger Patiententag 2025 war wieder erfolgreich. Über 200 Patienten und Angehörige waren vor Ort, weitere 280 Patienten waren online angemeldet.

Grußworte gab es auch in diesem Jahr von Herrn Professor Raab und Herrn Prof. Müller-Tidow. Serdar Erdogan überbrachte die Grüße von der International Myeloma Foundation. Die Grußworte von der Deutschen Leukämiehilfe kamen von Herrn Göbel.

Im Mittelpunkt des Hauptvortrages stand diesmal das Smoldering Myeloma (SMM). Frau Professor Charlotte Pawlyn aus London berichtete über die aktuelle Klassifikation des SMM. Aufgrund von genetischen sowie serologischen Markern und Knochenmarkbefunden kann das Risiko eines Voranschreitens des SMM berechnet werden. Es gilt diese Progression des SMM zu einem symptomatischen MM zu erkennen oder abzuschätzen. Heute sollen die wichtigsten Myelomkomplikationen vermieden werden. Insbesondere, die Knochenzerstörung und Knochenbrüche. Durch die Kernspintomographie (MRT) kann vor der Knochenzerstörung bereits im Knochenmark eine frühzeitige MM-Aktivität erkannt werden. Deshalb sind Patienten mit mehr als einem Knochenmarkherd im MRT, in der Regel zu behandeln. In Deutschland können SMM-Risikopatienten mit einem-CD38 Antiköper (Daratumumab) behandelt werden. Das vor solch einer weitreichenden Entscheidung ein intensives Arzt-Pateinten-Gespräch erfolgen soll, ist Konsensus. Eventuell kann eine zweite Meinung an einem Myelomzentrum hilfreich sein.

Frau OA Sandra Sauer zeigt die Fortschritte der Neuen Therapien. Das mediane krankheitsfreie oder krankheitsarme Überleben ist heute bei fitten Patienten bei über acht Jahren. Werden die Patienten zusätzlich mit Hochdosistherapie, gefolgt von autologer Blutstammzelltransplantation behandelt wird das krankheitsfreie oder krankheitsarme Überleben auf über 10 Jahre geschätzt.

In den Patientenforen wurde intensiv gefragt und diskutiert. Herr Professor Raab gab einen sehr guten Überblick über die sehr wirksamen Immuntherapien. Herr Professor Goldschmidt berichtete über die Bedeutung von Studien.

Auch an diesem Patiententag bestand sehr großes Interesse an Selbsthilfeangeboten, die ausgiebig in den Pausen diskutiert wurden. Am Stand des Vereins Myelom heilen e.V. wurde sich rege ausgetauscht zu diesem Thema, aber auch über die Möglichkeiten Forschung und Durchführung von Studien zu fördern, um so die Prognose für Myelom-Patienten und deren Lebensqualität weiter zu verbessern.


Impressionen vom Patienten- tag 2019